"UNTERWEGS"

 

GALERIE ATELIER III,

Schlossinsel Rantzau 25355 Barmstedt


Vernissage 20. Mai 2011
2. Konzert: 10. Juli 2011, 17 Uhr


Laufzeit: 21. Mai bis 17. Juli 2011
Geöffnet: Di - Do: 14 Uhr bis 18 Uhr. Sa und So: 12 bis 18 Uhr.
Eine Ausstellung, kuratiert von Claus Friede
Einführung: Claus Friede, Hamburg

Musik: Ulrich Maiss, Göttingen: 'Eine musikalische Reise für Cello und Elektronik'

Proske nutzt die Landschaft in seinen Bildwerken als anonymen Ort. Seine gemalten und gezeichneten Landschaften sind weder Ortsbestimmungen, noch romantische Idealisierungen, sie sind vielmehr Seelenspiegel. Die Landschaft dient dem Maler zum einen als physischer, geschichteter Raum, zum anderen als psychische Zustandsbeschreibung. Als ob die Landschaft selbst Seele wäre, mit all ihrem Repertoire an Sperrigkeit und Rauheit. Die Bildwerke entführen den Betrachter in eine Zwischenwelt. Sie suggeriert eine zeitliche Entrückung. Der Betrachter entfernt sich aus der messbaren Realzeit und fließt quasi in eine Erlebnis- und Erinnerungszeit. Die kontemplative Ausstrahlung der Bilder löst die Gegenstände auf. Scharfe Kanten und Linien lassen nicht nur die Landschaft selbst, sondern auch die Zeit brechen.

Zwar bedient sich Hieronymus Proske traditioneller Mittel der Malerei, er bezieht sich aber stilistisch außerdem auf eine fotografische, digitale Erscheinung: Er vollzieht quasi eine Umkehrung der digitalisierten Fotowelt. Das, was in den Fotos noch Pixel waren, wird nun auf der Leinwand zu architektonischen Bildelementen umfunktioniert. Sie haben keinerlei technische Bedeutung mehr, sondern lassen sich ausschließlich künstlerisch und formal erklären. Hinzu kommt eine gläserne Transparenz, die sich zu einer kristallinen Malarchitektur aufbaut und teils verschobene einzelne Bildelemente ergeben.Mit Hieronymus Proskes Landschaften sind wir, wenn wir „unterwegs" sind, insbesondere gedanklich und geistig unterwegs.

"AUF AUGENHÖHE"

"Die Welt"

Proskes Kinderporträts

Von Maria Baufeld, 17. August 2009

 

...." Der Autor, Grafiker, Producer und Maler ist ein Multitalent, das sich stets neu erfindet. 2004 stellte Proske eine in seinem Atelier in Dannenberg entstandene Serie mit Tierbildern aus. Nach dem Erfolg von "Animal Secrets" hat sich Proske nun einem neuen Thema verschrieben: Kinderporträts, die er in zweistündigen Sitzungen mit den Kleinen erarbeitet. "Ich versuche, Gefühlen nachzuspüren. Mir macht das Malen von Kindern Freude, weil es mich in Berührung mit meiner eigenen Kindheit bringt. Die Interaktion mit ihnen bringt mich immer auch zu mir selbst", so Proske, der Kinder und Künstler als seelenverwandt ansieht. Die Ausstellung erster Porträts in der Hamburger Galerie Molitoris Anfang des Jahres brachte dem Künstler einen großen Kundenkreis in der Hamburger Gesellschaft, über den er aber natürlich schweigt. 20 % des Erlöses der Auftragsarbeiten spendet Proske dem Förderverein "Klinikclowns"."

 

"Nordskulptur:Licht"

2007, Neumünster, SagerViertel und öffentlicher Raum

"Hieronymus Proske beschäftigt sich in seiner Malerei mit Licht- und Reflexionsphänomenen und benutzt diese, um Erinnerungen beim Betrachter auszulösen. Seine Bilder suggerieren eine zeitliche Entrückung. Der Betrachter entfernt sich aus der messbaren Realzeit und fließt quasi in eine Erlebnis- und Erinnerungszeit. Die kontemplative Ausstrahlung, Überstrahlung und Unschärfe der Bilder verändert die Fließgeschwindigkeit der Zeit und löst die Gegenstände auf. Proske benutzt Licht als Blende und Überblendung sowie als Spiegel der Erinnerung. (Claus Friede, contemporary art)


"Schönheit "

Zur Renaissance eines Tabu-Begriffs

Dr. Christine Eichel,

"KUNSTJAHR"2004

Die Tiere und Landschaften des Hamburgers Hieronymus Proske öffnen den Blick für die Ästhetik des Abgebildeten, das erst als Gemaltes seine Vielschichtigkeit, seine Schönheit und auch seine Widersprüche offenbart. Seine Tierportraits beispielsweise bedienen sich der Psychologie und Komplexität von Menschenbildnissen, lassen uns anthropomorphe Befindlichkeiten entdecken. Und seine Wasserbilder beschwören gleichermaßen kontemplatives Verharren wie meditative Gestimmtheit."